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Kreisky (Ö)

Es gibt auf dem neuen Kreisky-Album kein Meer, kein versunkenes Inselreich und keinen Indiana Jones, der danach taucht. Und doch ist der Titel „Atlantis“ ein guter Schlüssel, um den neuen Stücken auf den Grund zu gehen.

PRESSETEXT:

Kreisky sind hier auf der Suche nach Mystischem und Verschollenem, nach den Überresten der eigenen Jugend, nach zu Tode justierten Idealen, nach unwiderruflich Verlorenem.

Menschen brechen in diesen Liedern, Menschen werden gebrochen, Menschen isolieren sich, um nicht gebrochen zu werden, oder aber – und das ist in seinem offen zur Schau gestellten Optimismus ein deutliches Novum für die "Großmeister des Grant" – sie lassen sich nicht brechen. "Wenn einer sagt, was du da machst, ist der letzte Dreck – sag: Es ist mein Dreck!"

„Atlantis“ ist die bis dato musikalisch wie textlich ausgefeilteste und beziehungsreichste Platte dieser singulären Band. Es finden sich darauf keine in die Länge gezogenen Slogan- Jingles sondern penibel ausgefeilte Kurzgeschichten in Text, Sound und Arrangement. Exemplarisch zu finden im soundtrackhaft impressionistischen Titel-Opener, im Coming-of- Age-Epos „Lonely Planet“ oder in der fiesen Vorab-Single „ADHS“.

5. Dezember 2021 20:00 Uhr

Rabenhof

Rabengasse 3, 1030 Wien