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Severin Groebner: Gut Möglich

„Meine Zukunft ist so problematisch, dass sie mich selbst zu interessieren anfängt“ schrieb Georg Büchner 1835. Zwei Jahre später war er tot.

Merke: Die Beschäftigung mit der Zukunft ist ein gefährliches Geschäft. Weswegen sie auch so unbeliebt ist. Was heißt! Die Zukunft ist eine blöde Sau. Kein Wunder also, dass die einen lieber in der Vergangenheit ihr Heil suchen. Und „heil!“ finden. Und die anderen eine Gegenwart verteidigen, die gar nicht so schön ist, wie sie sie sich auf ihren Tabletcomputern ausmalen. Mit der Zukunft will sich lieber keiner beschäftigen. Außer ein paar Hilfszeitwörtern würden auch alle sehr gern darauf verzichten. Alle? Nein, nicht alle.

Severin Groebner, die Kassandra aus dem Gemeindebau, der Theresias unter den Exilwienern, das austriakische Orakel mit Vibrationshintergrund (er fährt viel Bahn) wirft einen Blick nach vorn. Ins Ungewisse. Was kommt, was geht und was wird gehen? Und was wird uns auf die Nerven gehen? Wird Andreas Gabalier wirklich Reichspropagandaminister? Lässt sich Sebastian Kurz zum Kaiser von Europa krönen? Oder kommt die Diktatur des realmenstruierenden Feminismus? Wann können wir endlich beamen? Und stehen wir dann im interstellaren Raum im Stau? Wachsen bald im Ötztal Wein und in Grinzing Zitronen? Oder stoppt der Ausbruch des Krakatau noch rechtzeitig den Klimawandel? Und bekommt Groebner für seinen ungeschrieben Roman „Doingszappadung“ wirklich den Nobelpreis für Teilchenmusik?

17. September 2021 19:30 Uhr

18. September 2021 19:30 Uhr