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Die Buben Im Pelz (Ö)

Zum 10. Todestag von Lou Reed veröffentlichte die Austro-Noise-Rock-Band ihr neues Album "Verwandler“ (Konkord) auf welchem sie sich den Songs von Lou Reed widmen und diese in den Wiener Dialekt übersetzen.

Als 2015 das selbstbetitelte Debütalbum (Konkord) von DIE BUBEN IM PELZ erschien, wirbelten sie damit viel Staub auf. Denn die beiden Gründungsmitglieder David Pfister und Christian Fuchs (beide vom Radiosender FM4) wagten etwas Riskantes. Die Buben übersetzten das ikonische Debütalbum von Velvet Underground komplett ins Wienerische. Wechselten die legendäre Andy Warhol-Banane auf dem Cover mit einer Wurst aus – und übertrugen die Atmosphäre des New York von 1967 in das Wien von 2015. Düstere Parallelen wurden ausgelotet. Flirrende Gitarren zum Klingen gebracht. Spirituelle Verwandtschaften mit Lou Reed, John Cale und Nico zelebriert. Die Platte wurde inzwischen zu einem viel beachteten Klassiker der deutschsprachigen, alternativen Popmusik. Für die deutsche Tageszeitung ,Die Zeit“ beispielsweise ein Album des Jahres 2015. Ebenso erfuhr das Artwork der LP von Dieter Oitzinger große Aufmerksamkeit. Die Erstauflage auf Vinyl mit einer abziehbaren Wurst statt einer Banane ist inzwischen ein begehrtes Sammlerobjekt. 2017 und 2019 erschienen zwei weitere Platten auf dem Wiener Label Noise Appeal, zuletzt ,Geisterbahn“ produziert von Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten und Alexander Lausch. Neben Pfister und Fuchs bestehen DIE BUBEN IM PELZ auch noch aus dem Bassisten Christof Baumgartner (Black Palms Orchestra), Bernd Supper (Scarabeus Dream), Markus Reiter (Destroyed But Not Defeated) und Gernot Scheithauer (Liger). Brutalität und Zärtlichkeit Zum 10. Todestag von Lou Reed am 27. Oktober veröffentlichen Die Buben Im Pelz ihr neues Album ,Verwandler“ (Konkord), auf dem sie sich erneut ausschließlich den Songs von Lou Reed und Velvet Underground widmen. Auch wenn Titel und Artwork auf den Klassiker ,Transformer“ von Lou Reed anspielen, übersetzten die Buben dieses Mal kein komplettes Album, sondern eine Auswahl von Reed-Songs mit Blick auf sein gesamtes Schaffen. Und auch dieses Mal zeigt sich: Die Klassiker von Lou Reed, zwischen textlicher Brutalität und Zärtlichkeit, funktionieren auch in unserer seltsamen Zeit perfekt als tröstende Ventile. Egal ob in persönlichster Identitätssuche oder beim großen Blick auf die Welt.

22. März 2024 20:00 Uhr

Röda

Kulturverein mit zwei Säalen, Cafe und Jugendzentrum.

Gaswerkgasse 2, 4400 Steyr